Neue Produkte in der Entwicklungsphase

Ein Hauptanliegen der Offshore-Kunden ist die Korrosion. ArcelorMittal Global R&D entwickelt kontinuierlich neue Produkte, welche Offshore-Konstruktionen leichter machen und durch eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit die Betriebskosten reduzieren. Um die Tauglichkeit für Meeresanwendungen sicherzustellen, werden diese Stähle normalerweise unter aggressiven, realen Umweltbedingungen in Feldversuchen getestet.

Über ArcelorMittal Projects Energy

ArcelorMittal Projects Energy gilt als Ansprechpartner für Kunden, die Wind-, Öl- und Gasenergieprojekte entwickeln  und verfügt über ein globales Netzwerk an Niederlassungen, um seine Kunden betreuen zu können, wo auch immer sich deren Projekte befinden.

Die Kunden können über ArcelorMittal Projects Energy Produkte aus allen Segmenten der ArcelorMittal Gruppe beziehen. ArcelorMittal betreibt Lagerhäuser mit Spezialstählen für den Energiemarkt in wichtigen Regionen der Wind-, Öl- und Gas-Energieinfrastruktur. So können sie einen umfangreiches und maßgeschneidertes Angebot an Stahllösungen und Serviceleistungen wie Projektmanagement und Vorfertigung praktisch auf der ganzen Welt anbieten.

Weitere Informationen: ds.arcelormittal.com/projects

ArcelorMittal erweitert sein Angebot an Grobblechen und Dienstleistungen für den Offshore-Energiemarkt

ArcelorMittal Europe – Flat Products stellt ein breites Sortiment an Stahlblechen für Offshore-Anwendungen im Energiesektor her, die die anspruchsvollsten Kriterien erfüllen. Mit den voranschreitenden Verbesserungsarbeiten in der ArcelorMittal-Fabrik in Gijón (Spanien) erweitern wir unser Angebot an Kapazitäten und entwickeln neue Stahlsorten für den Offshore-Energiemarkt im Bereich Wind, Öl und Gas. Außerdem werden auch die Serviceleistungen und Produktentwicklungszyklen optimiert, dank einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen ArcelorMittal Projects Energy, ArcelorMittal Europe – Flat Products und der globalen ArcelorMittal Forschungs- und Entwicklungsabteilung.


Das Ziel

Das Ziel von ArcelorMittal ist es, das umfangreichste Sortiment an Grobblechen für den Offshore-Energiemarkt anbieten zu können. Die Stahlbleche, die wir herstellen, werden normalerweise für Komponenten von Windkraftanlage und Öl- und Gasbohrinseln eingesetzt, die sowohl unter als auch über Wasser liegen.

Ein Grobblechsortiment, das globale Normen erfüllt

Die Offshore-Stahlbleche von ArcelorMittal erfüllen alle relevanten europäischen (EN10225) und nordamerikanischen (API2W) Normen. Sie werden von führenden Fabrikanten von Offshore Wind-, Öl- und Gasenergieinfrastruktur eingesetzt und diese Einrichtungen wiederum werden von den weltgrößten Energieherstellern betrieben.

Zwei der gängigsten Stahlsorten in diesem Anwendungsbereich sind S355 M/ML und S355 G10+M in Stärken zwischen 40 bis 70 mm. Das ‘M’ in der Bezeichnung deutet darauf hin, dass der Stahl thermomechanisch gewalzt wurde. Dieser Prozess verändert die Eigenschaften des Stahls und macht in geeignet zum Einsatz in Anwendungen, wo hohe Festigkeit und exzellente Zähigkeit bei niedrigen Temperaturen notwendig sind. Das beinhaltet eine Vielzahl an Offshore-Anwendungen, wie zum Beispiel den Überbau von Öl- und Gasbohrinseln, Offshore-Umspannwerke und die Unterwasser-Jackets, die als Gründungen für Offshore-Bauten jeglicher Art dienen.

Eine der Haupteigenschaften der Offshore-Bleche von ArcelorMittal ist ihre verbesserte Schweißbarkeit. Diese garantiert, dass die Schweißprozesse weder die Festigkeit noch die Zähigkeit des Stahls beeinträchtigen.

Investitionen erweitern Möglichkeiten

Die Investitionen in der Fabrik in Gijón haben zum Ziel, das Grobblech-Herstellungsprogramm für Offshore-Energie zu erweitern und Offshore-Stahlsorten mit Stärken über 50 mm zu produzieren. Die Verbesserungsarbeiten haben schon begonnen und einige der Neuheiten werden bereits im Laufe 2020 erwartet.

Für den Bereich der Serviceleistungen hat ArcelorMittal eine Arbeitsgruppe aufgestellt, die aus Vertretern von ArcelorMittal Projects, Flat Products und Globaler F&E besteht. Die Gruppe soll das Grobblechwalzwerk für mehr weltweit bedeutende Energieproduzenten im Wind-, Öl- und Gasbereich qualifizieren. Eine weitere Aufgabe der Arbeitsgruppe wird es sein, eine Vorqualifizierung für die Schweißbarkeit unserer dickeren Bleche nach europäischen (EN10225 and NORSOK M-120) und amerikanischen (API RP2Z) Normen zu erhalten. Da die Arbeitsgruppe im Rahmen von Co-Engineering-Projekten eng mit Kunden zusammenarbeitet, schlägt sie auch dem Forschungs- und Entwicklungsteam Themen vor, um zukünftige Marktanforderungen vorwegzunehmen und die neuen Bedürfnisse seiner Kunden erfüllen zu können.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für Offshore-Anwendungen werden im ArcelorMittal Global R&D-Zentrum in Gent, Belgien, durchgeführt. Dieses Forschungszentrum ist mit den modernsten Werkzeugen, Instrumenten und Einrichtungen ausgestattet, darunter ein 5-drähtiges Unterpulverschweißgerät, Schwerlast-Einrichtungen zum Testen der Materialermüdung und eine besondere Ausrüstung zur Weiterverarbeitung von Metallen. Das erlaubt ArcelorMittal, umfangreiche Tests von Grobblechen und Rohrprofilen durchzuführen, die für neue Produktentwicklungen notwendig sind. ArcelorMittal Global R&D Gent stellt den Kunden von ArcelorMittal auch mit technischer Beratung zur Seite, im Rahmen der gemeinsamen Entwicklungsprojekte (Co-Engineering) zu den Themen Gewichtseinsparung, Verbesserung von Ermüdung und Optimierung der Schweißprozesse. Das Forschungszentrum ist eine gemeinsame Unternehmung von ArcelorMittal und der Flämischen Region.

Text: ArcelorMittal Europe Communications
Fotos: ArcelorMittal, curraheeshutter/Shutterstock.com, F. Schmidt/Shutterstock.com