Produktionsstätte Sophysa: ein beispielhaftes High-Tech-Gebäude aus Stahl

Die Produktionsstätte wurde gemäß der speziellen technologischen Anforderung des Unternehmens entworfen, Fassadenprodukte von ArcelorMittal unterstreichen seine moderne Architektur: Gascogne Fassadenverkleidung und Helice Blenden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung.

Beschreibung

Eine hochmoderne Stahlfassade

Das Unternehmen SOPHYSA ist auf die Fertigung neurologischer Implantate spezialisiert. Es stellt insbesondere justierbare Ventile für die Behandlung des Hydrocephalus her.

Die neue Produktionseinheit von Sophysa wurde im Temis, dem Technologiepark für Mikrotechnik und Wissenschaft von Besançon angesiedelt. An diesem 130 Hektar großen Standort sind Laboratorien und Unternehmen der Spitzentechnologie in den Bereichen Biomedizin, Luftfahrt und Robotertechnik, sowie Hochschuleinrichtungen (23.000 Studenten) angesiedelt.

Das Gebäude liegt am Rande eines Hanggrundstückes. Es hat die Form eines Parallelepipedes mit einer Länge von 75 Metern, einer Breite von 27 Metern und einer mittleren Höhe von 10 m.
Das Gebäude ist in zehn Geschosse unterteilt. Die Eingangshalle erstreckt sich über die zweifache Geschosshöhe, die Sitzungssäle und Büroräume befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss bildet der 400 m² große Reinraum und dessen umlaufende Galerie ein zentrales Element, das mit Produktionsbereichen belegt ist.

Der Innenbereich des Gebäudes ist von einer Ästhetik geprägt, die man von Laboreinrichtungen kennt. Der Planungs- und Produktionsablauf der Präzisionsinstrumente erfordert die Wahl glatter, heller und beständiger Materialien. Edelstahl wird an mehreren Stellen eingesetzt, im Besonderen im Treppenhaus und im Reinraum.

Die Fassade besteht im oberen Gebäudeteil aus einer festen Verkleidung vom Typ „Gascogne“ mit einer Dicke von 240 mm und aus spiralförmigen Sonnenschutzlamellen, die beweglich vor den Verglasungen schwingen. Die Sonnenschutzelemente, eine Reihe von Profilbändern aus Kristal® vom Typ „Helice“, umhüllen das Gebäude, ihre Neigung variiert je nach Ausrichtung, Sonneneinstrahlung, Ausblick und den geschützten Tätigkeitsbereichen. Die Lamellen sind in den Bereichen mit Aussicht gelocht und an den Gebäudeabschlüssen gebogen.

Ein aus verzinkten Stahlrohren (50x30 mm) bestehendes Traggerüst mit einem Raster von 90 cm trägt die Sonnenschutzlamellen in der Schräge mittels Befestigungslaschen, die die verstellbaren Winkel aufnehmen. Die Glasbänder bestehen aus Doppelverglasungen mit einer emissionsarmen Schicht.

Erdbebensicheres Tragwerk

Das nach den Normen für Erdbebenschutz konzipierte Tragwerk besteht aus Stahl und liegt entweder direkt auf den Gründungen oder im Erdgeschoss auf dem Sockel der Träger-Stützenkonstruktion aus Beton auf. Es setzt sich aus fünfzig IPE 360 oder IPE 400 Trägern zusammen, sowie einem mittigen Längsträger aus IPE 550 Profilen, der zur Stabilisierung dient. Die mittigen Stützen variieren zwischen 150 und 340 Millimetern. Ein abgehängtes Sekundärdach dient der Befestigung der Leitungskanäle, der Aufhängung der abgehängten Decken, sowie der Stützung der Fußgängerbrücken im Plenum.

Ein Spiegelbild der Moderne und Spitzentechnologie: die wechselnde Fassadengestaltung drückt auf diese Weise die verschiedenen Aktivitäten aus, die sich im Innenbereich der Fabrik abspielen.

Projektinformationen:

  • Besançon
  • Frankreich
  • Architekt:
    METRA & Associés
    Projektleiter: G. Lenouenne, O. Foucher
  • 2007
  • Bauherren:
    Sophysa
  • Ingenieurbüro:
    Frachon Soder, RFR
  • Bauunternehmen:
    Metallbau: Ravoyard
    Fassade: Smac
    Glas: Obliger
  • Fotos:
    © Jean-Francois Chapuis
    © Philippe Ruault