Weitere Fallstudien mit ST® Lumière

Weitere Fallstudien mit H-Profilen

Ähnliche Fallstudien Industriebauten

Alenia Aermacchi-Fabrik: ein Stahlkomplex für das Boeing B787-Programm

Der Industriestandort der Alenia Aermacchi für die Produktion von Komponenten für die Boeing 787 wurde von der Architekturfirma Studio Amati mit Sitz in Rom entworfen. In nur 14 Monaten wurde es errichtet und gilt als größtes architektonisches Industrieprojekt der letzten Jahre in Süditalien. ArcelorMittal lieferte Stahl für Tragwerk und Fassade.

Beschreibung

In diesem Werk werden zwei Teile des Flugzeugsrumpfes für das weltweit erste Zivilluftfahrzeug aus Kohlenstofffaser hergestellt - die Boeing 787 Dreamliner. Das Flugzeug besteht aus Komponenten, die in Fabriken auf der ganzen Welt produziert und dann von Boeing in den USA zusammengebaut werden. Die Produktion des ersten Zivilflugzeuges, bei dem diese und andere neuen Technologien zum Einsatz kommen, stellt im Vergleich zu gängigen Flugzeugen eine Kohlenstoffersparnis von 20% dar.

Architektonische Gestaltung

Das Gebäude bietet eine funktionale und zugleich außergewöhnliche Lösung, die architektonische Qualität in einen Industriestandort einbringt.

Die viereckige Halle ist in Funktionsbereiche für die jeweiligen Arbeitsschritte des Herstellungsprozesses aufgeteilt. Dies ist auf der Hauptfassade, die sich über 400 Meter erstreckt, durch dynamische Mauerverbindungen in Form von in die Verkleidung eingearbeiteten Kanten und Falten ersichtlich. Absichtlich ausgeführte Risse lassen von außen auf verschiedene Aspekte des Gebäudes schließen: die Innenbeleuchtung, geneigte Flächen, die Form des Unterbaus und das Fundament, auf dem die Einrichtungen ruhen.

Alenia-Hangar und Stahl

Das Gebäude bietet nicht nur in funktionaler Hinsicht eine zufriedenstellende Antwort, sondern verfügt auch über eine architektonische Qualität, die man in einer Industrieanlage selten findet. Alles wurde kalibriert und entworfen, um sich in die Umgebung einzufügen und die Landschaft zu respektieren.

Stahl spielt im neuen Alenia-Hangar eine wichtige Rolle. Das Material bildet nicht nur ein grundlegendes Element für die Funktionalität des Bauwerks, indem die Notwendigkeit großer Spannweiten durch imposante Stahlfachwerke gelöst wird, sondern trägt mit der Fassadenverkleidung aus Metall auch zur Symbolik des Geländes bei.

Die Dachkonstruktion des Alenia-Hangars aus mehrfachen Parallelträgern ist die einfachste, funktionale und konsequenteste Lösung für diese Art von Einrichtungen, obwohl sie außergewöhnliche Tragwerkselemente wie meterhohe warmgewalzte HEB-Träger enthält, eine Spezialität des Profilstahlsortiments von ArcelorMittal.

Die besonderen Eigenschaften des Stahls, die ihn für Tragwerke mit großen Spannweiten ideal machen, sind seine hohe mechanische Festigkeit im Verhältnis zum Gewicht und die reduzierte Masse der tragenden Elemente im Vergleich zu herkömmlichen Bautechniken. Dadurch ergibt sich ein hoher Grad an Flexibilität bei der Nutzung von Innenräumen, da das Tragwerk durch geringfügige Anpassungen oder Erweiterungen einfach an neue Nutzungsanforderungen angepasst werden kann.

Die Verwendung von Metalltragwerken ermöglicht auch unterschiedliche Arten von Verkleidungs- und Beschichtungssystemen, von transparent oder transluzent bis hin zu opak oder gefiltert. Bei diesem Werk in Grottaglie fiel die Wahl auf vorlackierte Sandwichpaneele für die Fassade und ein Brise-Soleil-System aus Stahl für die Außenverkleidung (Mascaret® und ST® Lumiere von ArcelorMittal Construction), um mit geraden Linien eine lebendigere Erscheinung auf einer Fassade zu erzielen, sowie dem Gebäude einen "High-Tech"-Look zu verleihen.

Die Stahlkonstruktion des Alenia-Werks wiegt 15 000 Tonnen (das Doppelte des Eiffelturms), was für Taranto ein Wahrzeichen schafft und der Tradition der Eisen- und Stahlherstellung in der Region Ausdruck verleiht.

Projektinformationen:

  • Grottaglie
  • Italien
  • Architekt:
    Studio Amati s.r.l.
  • 2006
  • Bauherren:
    Alenia Aeronautica SpA
  • Ingenieurbüro:
    SEICO - IN.PR.A. Sergio Tremi Proietti, Gabriele Di Chiara
  • Bauunternehmen:
    Stahltragwerk und -fassade: Cometal spa, Führer des Konsortiums Cordioli spa, MBM spa, Bit spa, Ortolan spa
    technische Installationen: Ariatta Ingegneria
  • Fotograf:
    © Fondazione Promozione Acciaio

Technische Details:

Mehr