Brandschutz
Brandschutz ist eine eine der wichtigsten Anforderungen im Bauwesen. Jedes Gebäude muss die Sicherheit seiner Bewohner und der Feuerwehrleute im Brandfall gewährleisten. Dazu zählen eine frühzeitige Branderkennung und effiziente Flucht- und Rettungswege, aber auch die Verhinderung der Ausbreitung von Feuer und Rauch.
Feuerwiderstand & Brandverhalten
In Bezug auf Brandschutz muss man unterscheiden zwischen:
- Feuerwiderstand (Dauer, während der ein Bauteil im Brandfall seine Funktion beibehält)
- Brandverhalten (Verhalten eines Material im Brandfall und wie es durch seine Entflamm- und Brennbarkeit, Rauchentwicklung und brennendes Abtropfens zur Brandausbreitung beiträgt)
Der Feuerwiderstand gibt die Dauer an, während der ein Bauteil (Decke, Fassaden, Tragwerk usw.) seine Eigenschaften und somit seine Funktion im Bauwerk beibehält. In der Euronorm EN 13501 wird der Feuerwiederstand in folgenden Klassen behandelt:
- R: Der Bauteil behält seine Tragfähigkeit während der besagten Dauer bei.
- RE (früher FP, Fireproof): Zusätzlich zur R-Klassifizierung muss der getestete Bauteil Flammen und entflammbaren Gasen widerstehen und Raumabschluss gewährleisten, d.h. für die angegebene Zeitdauer die Verbreitung von Verbrennungsgasen und Rauch in die nicht betroffenen Bereiche verhindern.
- REI (früher FS, Fire stop): Diese Klassifizierung gilt für Bauteile, die zusätzlich zu RE die Temperatur der nicht dem Brand ausgesetzten Oberfläche (mit Hilfe von Wärmeisolierung) auf 140º (im Durchschnitt) und 180°C (Maximum) beschränkt. Die REI klassifizierten Bauteile verhindern also die Ausbreitung der Hitze auf der nicht betroffenen Seite für die angegebene Dauer.
Das Brandverhalten beschreibt, wie ein Material im Brandfall reagiert:
- Die Brennbarkeit entspricht der Wärmemenge, die bei einer vollständigen Verbrennung des Materials freigesetzt wird (Bezug zur Heizleistung), und die Entflammbarkeit entspricht der Menge an mehr oder weniger entflammbaren Gasen, die das Material unter Einwirkung einer Wärmequelle freisetzt.
- Baustoffe und -produkte werden in „Euroklassen“ (eine in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannte Klassifizierung) eingestuft.
- Das Klassifizierungssystem (Euroklassen) berücksichtigt nun zwei weitere Kriterien: Rauchentwicklung (S für smoke) und potentielles brennendes Abtropfen (D für droplets).
Bei ArcelorMittal Europe verfügen wir über fortgeschrittene Kenntnisse im Bereich Brandschutz, da wir ein einzigartiges Forschungs- und Entwicklungsteam aufgebaut haben, das sich mit Brandschutztechnik und der Entwicklung von Lösungen befasst, um leistungsstarke Produkte anbieten zu können:
- Unsere organisch beschichteten Stähle des Granite®-Sortiments sind in den Euroklassen A1 und A2 eingestuft - in den bestmögliche Kategorien und somit „nicht brennbar“.
- Unser metallisch beschichteter Stahl Magnelis® ist ebenfalls als A1 klassifiziert.
- Unser Angebot an Verbunddeckenblechen, wie z.B. Cofrastra® in Verbindung mit innovativen Deckenträgern und das Verbunddeckensystem CoSFB sind R120 klassifiziert, ohne jegliche zusätzliche Brandschutzmaßnamen.
- Unsere Mineralwolle-Sandwichpaneele sind mit ihrem Brandverhalten in der Klasse A2-s1,d0 eingestuft und können eine Feuerwiderstandsklasse von EI180 erreichen.
Wir entwickeln kontinuierlich neue Produkte und Lösungen und unsere Expertise in der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ermöglicht es Architekten und Ingenieuren auch, die Gebäudesicherheit mit wettbewerbsfähigen Lösungen zu optimieren, wie am Beispiel von zahlreichen Parkhäusern in vielen europäischen Ländern gezeigt werden kann.
Lösungen für Brandschutz
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